Betta albimarginata - Weißsaum Kampffisch

Allgemeines

Der Betta albimarginata, auf deutsch weisssaum Kampffisch oder auch weisssaum Zwergkampffisch ist ein maulbrütender Kampffisch aus dem albimarginata Formkreis.

 

Erscheint endemischin der Sebuku-Drainage in Kalimantan Timur (Ost-Kalimantan) Provinz, Indonesien, Borneo, Malinau, Sungei Sanul, Nebenfluss von Sungei Tikung im Sungei Sebuku Becken

Natürlich bewohnen diese Tiere Biotope in Wäldern mit mäßiger Strömung, wo das Wasser sehr flach ist (Tiefe bei etwa 5-10 cm) unter Randpflanzungen, Wurzeln und Laub.

Erscheinungsbild

Mit einer Endgröße von 5 cm sind sie relativ kleine Wildbetta. Farblich können sie aber problemlos mit den größeren Verwandten mithalten. Auf braunem Grundton zeigen männliche Tiere ein schön rotbraunes Farbkleid. Namensgebend besitzen sie weisse Flossensäume auf einem schwarzen Granz, ebenso schwarz wirkende "Wangen". 

Leicht werden diese Tiere mit dem B. Channoides verwechselt, welcher aus dem selben Formkreis stammt. Der deutlichste Unterschied ist hier jedoch der schwarze Part in der Anale – dieser ist, anders als bei B. Albimarginata nicht durchgängig vorhanden. Ebenso empfinde ich die rötliche Farbe des Channoides, vor allem des Weibchens, intensiver.

Das Aquarium

Betta Albimarginata sind sehr friedfertige Betta die sich problemlos in einer Gruppe von mehren Männchen pflegen lassen. Die „Kämpfe“ dieser Tiere sind überschaubar und meist nicht mehr als Drohungen. Wichtig ist bei diesen Tieren, dass man mehr Männchen als Weibchen pflegt, um ein todbrüten zu verhindern, denn unter guten Bedingungen sind diese Betta sehr produktiv. Wir empfehlen ein Artenbecken für diese Tiere! Das Aquarium sollte für ein Trio mindestens 40 cm betragen, für eine Gruppe je nach Gruppengröße ab 60 cm aufwärts.

Berichten zu folge soll man diese Tiere bis einem pH von 7,2 pflegen, aber scheinbar nicht vermehren können. Wir pflegen unsere Tiere bei einem pH von 6,5 und haben hier die besten Erfahrungen.

 

Das Aquarium für diese Tiere sollte überwiegend aus Laub bestehen, einige Pflanzen sorgen ebenso für ein angenehmes Klima. Eine milde Strömung sollte ebenso vorhanden sein. Wir haben bei unseren Tieren noch wenige Steine mit eingebracht welche gerade von brütenden Männchen sehr gerne angenommen wird.

Vergesellschaftung

Der Betta Albimarginata ist allerdings nichts für ein Gesellschaftsbecken. Nicht nur, weil sie unter Gesellschaft sehr scheu sind, sondern auch, weil man bei der Haltung der Wildbetta immer die Arterhaltung im Vordergrund halten sollte. Auch Garnelen haben keine lange Überlebenschance, denn die Betta Albimarginata sind sehr neugierig und probieren alles, was essbar sein könnte. Eine Gruppenhaltung ist jedoch wunderbar möglich. Mehrer Weibchen mit noch mehreren Männchen sind eine gute Kontellation. Je nach Beckengröße gibt es hier keine Grenzen.

Ernährung

Die Ernährung ist dem B. Hendra und anderen dieser Größe identisch.  Im Futter sind sie nicht all zu wählerisch. Sie nehmen problemlos jedes Frostfutter an, Lebendfutter sowieso, aber auch Trockenfutter wie gefriergetrocknete Futtertiere, hochwertige Granulate usw.

Besonders gut geeignet sind Lebende Artemia, weiße und schwarze Mückenlarven, Wasserflöhe aber auch kleine Insekten wie Drosophila, Springschwänze, Mikroheimchen ect. Gefrohren wird besonders Krill und Lobstereier sehr gerne angenommen, aber natürlich auch hier Artemia, weiße sowie schwarze Mückenlarven ect. Rote Mückenlarven sollten nicht gereicht werden.

Trockenfutter wird zwar angenommen, doch hier sollte man besonders auf die Qualität achten. Söll und Dr. Bassleer sind hier sehr gut geeignet, von anderen Marken sollte man hier absehen. Dennoch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass dies nur ein zufüttern sein soll und nicht die Hauptnahrung dastellen soll.

Vermerhung

Die Vermehrung dieser Tiere ist bei optimalen Bedingungen problemlos. Zur einer Paarung kommt es sehr schnell, das größere Problem ist hier, dass das Tier die Eier/Jungen nicht schluckt. 

Bei der Verpaarung beobachten wir, dass das Weibchen in der Balz den Hauptteil übernimmt. Die Paarungsbereitschaft der Weibchen erkennt man an den senkrecht verlaufenden, hellen Streifen und den sichtbaren Laichansatz. 

Sie kommt ständig auf das Männchen zu und animiert dies durch stöße in die Flanke zur Paarung. Bei der Paarung umschlingen sich die Tiere in Bodennähe. Nach einigen Scheinpaarungen erfolgt dann die richtige Paarung. 

Das Weibchen legt die Eier ab und verharrt in einer kurzen Laichstarre. Anschließend sammeln beide Tiere die Eier auf, während jedoch das Weibchen ihre aufgesammelten dem Männchen zu spuckt. Die Brutdauer beträgt je nach Temperatur 14 – 20 Tage. Abschließens werden etwa 5 mm große Jungen entlassen. Hier ist es sinnvoll, das Männchen vor dem Entlassen zu separieren. In gut bewachsenen Becken kann es gut möglich sein, dass das ein oder andere Jungtier hoch kommt. Die kleinen fressen schon jetzt problemlos Artemia Nauplien.

Jungtier

Geändert am: 18.08.2017 (Bilder & Text)

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© Jessica Stanzel // - // Hobbyzucht aus Leidenschaft // - // Aktualisiert: 05-12-2018