Poecilia wingei -Endler's Guppy

Vorwort:

Nichts ist schlimmer, als durch Kleinanzeigen oder Verkaufsgruppen auf Facebook zu schauen und diese unzähligen falsch beschriebenen „Endlerguppy“ zu sehen. Viele sind fest überzeugt, Guppy mit kurzen schwänzen und nicht so mächtiger leicht orangener Farbe mit kleinen grünen Farbtüpferl und dem dicken schwarzen „Endlerbalken“ aus dem Handel seien Endlerguppy. Fakt ist: Es ist schlichtweg falsch und wäre man da sehr streng, wäre es gar Betrug.

 

Diese Tiere ohne bekannter Herkunft und vor allem aus dem Handel sind Hybriden. Je nach Farbvariante sagt man zu, dass Tiere im Handel oder bei den meisten Aquarianer, welche keine Herkunft nennen können, eine Hybridisierung aus P. Wingei, P. Reticulata, P. Obscura und teilweise auch aus P. Picta sind.

 

Zwar gibt es viele Zuchtstämme, wie beispielsweise 'bleeding heart', die Tiger oder die Black bar, allerdings handelt es sich hier eben nicht um P. Wingei sondern viel mehr um P. sp.

 

P. wingei 'Campoma Nr. 31'

Das Ding mit der Namensgebung

Die ersten Endler's Guppy wurden grundsätzlich 1937 von Franklyn F. Bond gefangen, jedoch hielt man diese Tiere für gewöhnliche Guppy (P. Reticulata). Erst 1975 fing John A. Endler in Laguna de los Patos weitere Tiere welche er an den Ichthyologen und Taxonomen Donn Rosen weiter gab, welcher wiederum Tiere an Herr Kallmann übermittelte, bevor er starb, da er diese Tiere noch nicht beschreiben konnte. 2004 erkannten zwei Ichthyologen zwar Unterschiede zum P. reticulata, doch man erkennt die Tiere aus der Region Cumaná nicht als eigene Art an. Man merkt, es war nicht so einfach, diese kleinen Kerlchen wirklich zu bestimmen.

 

Erst im Jahr 2005 wurden durch einer neuen Art aus der Campoma-Lagune durch Poeser, Kempkes und Isbrücker gefangen und benannt und als den heutigen Endler's Guppy benannt. 2009 wurde durch den Vergleich molekularer Daten nachgewiesen, dass die Tiere aus Cumaná und die von Campoma identisch sind und die Cumaná-Guppys somit auch Poecilia wingei zuzuordnen sind.

 

Im Namen selbst werden heute die Fundorte mit angegeben. So sind die Tiere aus dem Camomakreis Numeriert (Beispiel: Campoma Nr. 31) oder besitzen den Flusszweig im Namen, wie Beispielsweise der Poecilia wingei 'El Tigre', wo das 'EL Tigre' für den Fundort steht uws.

 

Was man beim Kauf beachten sollte

P. wingei 'Rio de Oro'

Grundsätzlich: Wendet euch an vertrauenswürdige, seröse Züchter, welche ihre Stämme rein halten und nicht davon abgeneigt sind, euch diese zu zeigen. Bilder, auf denen offensichtlich Becken gezeigt werden in denen mehrere verschiedene Tiere schwimmen sind grundsätzlich nicht mit reinen Stämmen verbunden.

Sucht ihr allerdings ganz bestimmte Stämme und greift hier zu Wildfängen, ist es sinnvoll, die Tiere bei Ankunft ausgiebig in Quarantäne zu setzen und gegen Flagellate und Nematoden zu behandeln. Aber Achtung, haltet euch peinlichst genau an die Anweisungen, denn Lebendgebärende reagieren auf solche Mittel relativ empfindlich.

Erscheinungsbild

Wie schon oben erläutert, gibt es einige Fundortvarianten dieser schönen Tiere. Grundsätzlich sind die Weibchen mit 4 - 5 cm größer als die maximal 2,5 cm kleinen Männchen und besitzen keine ausgeprägten Farbpimente wie die Männchen. Je nach Fundort haben Weibchen ein so genanntes „Pfauenauge“ in der Schwanzwurzel (Beispielsweise „White Paecock“ oder schwarz gefärbte Ränder der Caudale, wie bei 'El Tigre'. Männchen sind hingegen Grundsätzlich farbiger, besitzen einen schmalen Körper und vergleichsweise groß wirkende, kugelige Augen.

 

Vergesellschaftung: Der Endler's Guppy lässt sich hervorragend mit vielerlei Fischen vergesellschaften. Bäbrlinge, Salmler, Corydoras, Zwergbuntbarsche, Garnelen, Schnecken uvm. Sing geeignet. Man sollte aber, wenn man die reinen Stämme pflegt, diese Tiere nicht mit anderen Poecilia vergesellschaften, um Hybriden zu vermeiden. Wurde nur ein Weibchen fremd besamt, kann der ganze folgende Stamm verunreinigt sein! 

Ernährung

Endler's Guppy sind energiegeladene, kleine Torpedos, welche auch entsprechend ausgewogen ernährt werden sollten. Daher empfiehlt es sich, diese Tiere ein bis zwei mal täglich zu füttern. Wir füttern unsere Tiere hauptsächlich mit Artemia Nauplien, Mikrowürmchen, Lebend- und Frostfutter in Form von weißen Mückenlarven, Artemia, Daphnien sowie Spirulina und hochwertigem, pflanzlichem Trockenfutter wie beispielsweise Söll Kelp Flakes oder Chlorella von Dr. Bassleer. Auch Futter von EBO zeigt sich positiv auf die Entwicklung der Tiere

Vermehrung

Grundsätzlich kann man sagen, dass sie, typisch für lebendgebärende Zahnkärpflinge, recht vermehrungsfreudig sind. Aufgrund der kleinen Größe können die Weibchen maximal 40 Jungtiere gebären, Erfahrungsgemäß sind es durchschnittlich 20 Jungtiere. Auch wenn es sich hier komplett um P. Wingei handelt, so zeigen diverse Fundortvarianten kleine Unterschiede. Wie bei mir und auch viele andere zeigte es sich, dass 'El Tigre' richtige zicken sein können und öfter ihren Jungen nachstellen, wohingegen die Nummerierten Campoma bei mir alle samt nicht an die Jungtiere gehen, und auch grundsätzlich die meisten Wildstämme den Jungen nicht nachstellen.

 

Etwa alle 4 Wochen entlassen die Weibchen fertig entwickelte Jungtiere, welche von beginn an problemlos feines Lebend- und Frostfutter sowie feines Trockenfutter annehmen. Es empfiehlt sich die kleinen mehrmals täglich zu füttern.

Rio de Oro

P. Wingei 'El silverado'

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Wildformen Poecilia wingei

- Campoma Nr. 31

- El Tigre

- El silverado

- Cumana Three spot

- Rio de Oro

- Blue star

- Lime green

- White paecock

 

Wildform Poecilia retriculata

- Columbia

- Rio de Morichal

 

Guppy Zuchtformen (Wildformähnlich)

- Tuxedo

- black bar

- x GF blue

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