Krankheiten & andere Probleme

Wie auch wie Menschen und alle anderen Tiere kann auch unser geliebter Kampffisch krank werden. Doch oft ist man sich nicht wirklich sicher, was das eigene Tier wirklich haben könnte. Wir haben zusammen mit unseren Faceboousern eine Datei erstellt, um mögliche Fragen gleich beantworten zu können.

Vorab sollte aber gesagt werden: Erfüllt man ein bestmögliches Klima, hat man die richtige Balance zwischen Wasserwechsel und -Menge, füttert man ausgewogen, abwechslungsreich und mit den passenden Inhaltsstoffen und sorgt für ein Stressfreies Leben, wird ein Betta gesund durch sein Becken schwimmen. Daher gilt es immer darauf zu achten, was das Tier benötigt und was sein Immunsystem stärkt. 

 

Unser Guide wurde auf Basis einiger erfahrener Halter & Züchter sowie unseren Erfahrungen erstellt und dient lediglich als Leitfaden. Wir sind keine Tierärzte und können bei Fragen nie eine 100%ige Diagnose liefern. Doch oft lassen sich viele Krankheiten schnell selbst erkennen und behandeln, und hierfür haben wir diesen Guide erstellt.

 

 

 

Drei Wege zu einem gesunden Betta

 

Arttypische Haltung

Becken zwischen 20 - 54 Liter, viele Pflanzen sowie strikte Einzelhaltung

Richtige Hygiene

Einmal in der Woche einen Teilwasserwechsel von 1/3 genügt

Artgerechte Ernährung

Keine Nahrung mit pflanzlichen Bestandteilen - Frost- & Lebendfutter

Die Sache mit der Sepabox - Muss der Betta immer aus dem Becken, wenn er Krank ist?

Kurzum: Nein, man muss sein Tier nicht wegen jeder Krankheit aus dem Becken zerren. Bei vielen Dingen ist es nicht nötig, bei anderen sogar fatal, wenn das behandelte Tier dann wieder in das Becken zurück kommt. 

Bei Krankheiten wie Ooodinium, Ichtyio, Würmer sowie bakteriellen Infekten macht es keinen Sinn. Man würde hier das Tier aus dem Becken nehmen, aber die Gründe der Erkrankung im Becken belassen. Man würde demnach das Gesunde Tier wieder in das Becken der Erreger setzen. Aufgrund der Begleitfaune im Becken haben viele Parasiten noch nach entfernen des Bettas einen Zwischenwirt und könnten daher das Tier wieder infizieren. 

 

Sinn macht eine Separation erst dann, wenn es sich um Wunden handelt, die das Tier am richtigen Schwimmen hindern und es nicht möglich ist, den Wasserstand im Becken zu senken oder bei einem stark bakteriellen Infekt, wo man eh das Becken neu aufsetzen müsste

Gute Naturheilmittel

Viele Krankheiten oder auch Verletzungen kann man völlig ohne Medikamente behandeln. Man sollte hier jedoch beachten, dass nicht immer ein Naturheilmittel angebracht oder noch hilfreich ist. Bei ausgeprägten Krankheitsbildern ist es ratsamer, zu Medikamenten zu greifen die geeignet sind. Hier möchten wir euch aber ein paar Naturheilmittel vorstellen:

Seemandelbaumblätter

 

Seemandelbaumblätter gehören zu der Bettahaltung schon dazu. Der grute Ruf dieser Blätter ist weit verbreitet und hat gewiss seine Berechtigung. Doch die Anwendung ist noch nicht jedem geläufig und oft werden sie falsch angewand und verursachen weitere Probleme, obwohl es gut gemeint ist.

 

Seemandelbaumblätter (Terminalia Catappa) wirken antibakteriell und Pilzhemend, also desinfizierend, beruhigen die Schleimhäute der Fische unt bieten zudem Versteckplätze für die Fische und dienen als Futter für diverse Wirbellose. 

Anwendungsgebiet: Bei einem Pilzbefall, wirkt Laichverpilzung entgegen, bei Wunden oder Beschädigung der Schuppen, Flossen und Schleimhaut, bei leichten Bakteriellen Infekten

 

Hinweis bei der Behandlung im Becken: Die Dosierung und die Anwendung der Blätter hängt von dem ab, was das Tier hat. 

Möchte man das Tier im Becken behandeln, kann man die reinen Blätter in das Becken geben. Die Mänge hängt von der Qualität der Blätter und der Größe ab. Grob kann man sagen, dass man mit einem 10 cm Blatt je 20 Liter nichts falsch machen kann. 

 

Hinweis bei der Behandlung im Sepa:  Im Sepabecken sollte man keine ganzen Blätter oder Blätterstücke einbringen. Vor allem, wenn man das Tier gegen bakterielle Infekte Behandelt. Der Grund: Die Blätter werden von Bakterien zersetzt. In diesem Prozess zerren Bakterien zum abbauen der Blätter Sauerstoff und vermehren sich in den ersten Tagen übermäßig schnell. Dies kann die Tiere trotz Labyrinthorgan zusätzlich belasten und die Abbauprodukte der Blätter könnten für einen übermäßigen Bakterienstamm sorgen. Daher sollte man sich in diesem Fall ein Sud aus den Blättern machen.

Hierfür nimmt man etwa 2 Blätter von je 10 cm und überbrüht diese mi heißem (Nicht kochendem!) Wasser und lässt das Ganze ziehen, bis der Sud abgekühlt ist. Diesen Sud kann man dann in das Sepabecken geben, bis das Wasser Bernsteinfarbend ist. So hat man direkt den Sud im Becken und es bilden sich keine belastende Abfallprodukte.

Erlenzapfen und Wallnusslaub sowie Bananenblätter haben eine ähnliche Wirkung!

Salz



Salz wird immer wieder genannt, wenn es um kranke Betta oder allgemein kranke Zierfische geht. Es stimmt, Salz kann viele Probleme leicht beheben. Hat ein Betta zum Beispiel Ichtyo oder andere äußere Parasiten sowie einen leichten bakteriellen Infekt, kann eine Salzzugabe helfen. Das Salz lässt die Tiere Abschleimen und hilft bei der Produktion von neuer Schleimhaut und wirkt zudem desinfizierend.

Ideal ist Meersalz, hier muss man aber nicht das teure aus der Meerwasseraquaristik verwenden sondern kann sich das normale Meersalz aus dem Handel zulegen, da dies frei von Zusatzstoffen ist. Auch Tafelsalz ist geeignet, ebenso Jodsalz was für gewisse Umstände sogar wünschenswert ist. Was nicht in einem Salz vorhanden sein darf ist  Flourid.

Eine Anwendung von Salz kann negative Auswirkungen haben, wenn die Tiere sichtbar offende Wunden haben oder an Oodinium leiden. Gerade bei Oodinium kann Salz die vermehrung der Parasiten verstärken, da dieser Parasit ursprünglich aus dem Meerwasserbereich stammt. Bei Wunden kann es dem Fisch starke Schmerzen zufügen.

 

Verwendungsgebiet: Bei Äußeren Parasiten, Bakterien

 

Hinweise bei Kurzbäder: Es sollte Wasser aus dem Hälterungsbecken genommen werden. Hier sollte für ein Dauerbad das Salz in Aquarienwasser aufgelöst werden und nach und nach in den Behälter des kranken Tieres eingegeben werden, um einen Schock zu vermeiden. Denn man muss immer im Hinterkopf behalten, dass Salz den Leitwert sowie u. a. den pH Wert anhebt. Ändert sich der pH Wert um zwei (2) Einheiten, ist es für den Fisch eine 100 Facher Veränderung und bei ruckartiger Änderung kann dies schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Optimal wäre eine Zugabe von etwas Salzwasser alle 10 Minuten. Ein Salzbad sollte nach eingabe der gesamten Menge je nach Krankheit 5 - 30 Minuten verlaufen. Sollte das Tier vorher anfangen zu schwanken oder zu kippen, sollte es umgehend aus dem Wasser genommen werden! Ansonsten erfolgt eine umgewöhnung wie mit der Salzzugabe mit Frischwasser.

Hinweise bei Dauerbäder:  Dauerbäder können bei vielen Dingen schon genügen und helfen in den meisten Fällen. Man sollte jedoch überlegen, wie viel Salz man wirklich benötigt. Bei einer Zugabe von 5g/Liter könnten diverse Pflanzen Probleme bekommen und absterben. Daher sollte ein Dauerbad mit solch einer Zugabe am besten in einem Separationsbecken erfolgen.

Anwendungshinweise

 

Dosis in Gramm je Liter

g/L

Krankheit Dauer
1 - 4 g/L Leichter Befall bei Ichtyo oder oberflächlichen Beschädigungen der Schleimhaut (Nicht der Schuppenschicht!) Dauerbad über min. 7 - 10 Tage
5 - 8 g /L

Bei stärkerem Befall von Ichtyo

Gegen leichten Pilzinfektionen

Bekämpfung gegen Hydra im Becken

Dauerbad über min. 7 - 10 Tage, bei Hydra bis 14 Tage
10 g/L Gegen Schilddrüßengeschwulste, hier ist Jodsalz von Vorteil! Dauerbad über min. 10 Tage
10 - 30 g/L Gegen leichten Befall Hautwürmer wie z. B. Saugwürmer, Ankerwürme ect. Kurzbad von 30 Minuten, sofern die Tiere nicht kippen
30 - 40 g/L Nur unter strenger Beobachtung bei stärkerem Befall von Hautwürmern oder starkem Pilzbefall. Bitte den Hinweis oben zum Kurzbad dringend beachten! Kurzbad von maximal 5 - 10 Minuten

 

Ceylon-Zimt

 

Zimt ist ein sehr gutes Naturheilprodukt, wessen Wirkung aber noch nicht so weit verbreitet sind. Zimt wirkt stark fungi- sowie baktizid und kann auch bei schweren krankheitsfällen allein oder sehr gut unterstützend felfen. Es ist jedoch sehr wichtig, dass man nur Ceylon Zimt verwendet!

 

Anwendungsgebiet: Bei Bakterellen Infektionen, bei starken sehr unterstützend, bei starker Verpilzung

 

Hinweise bei Kurzbäder: Hat man ein Tier mit einer sehr starken Bakteriellen Infektion und Verpilzung, ist ein Kurzbad eine gute Variante. 

Hierfür nimmt man 1 bis 2 stangen Ceylon-Zimt und kocht diese in 1 Liter Wasser. Das ganze lässt man gute 2 Stunden lang ziehen. Ist es abgekühlt, wird es langsam in die Seperationsbox gegeben. Das Tier verweilt hier für etwa 15 Minuten. Sollte während der Behandlung das Tier durch das Sepa schießen oder kippen, muss das Tier umgehend in frisches Wasser gesetzt werden.

 

Hinweise bei Dauerbäder: Dauerbäder mit Zimt wird in Becken angewand, wo man eine Laichverpilzung vermeiden möchte oder wenn ein Fisch an leicher bakterieller Infektion leidet. Hier gibt man 2 bis 3 Stangen Ceylon-Zimt auf etwa 100 Liter Aquarienwasser zu. Die Stangen sollten nach 5 Tagen entfernt werden und vor der Eingabe neuer Stangen ein großer Wasserwechsel vollzogen werden. 

Knoblauch

Knoblauch dient als Zusatz im Futter vorbeugend oder unterstützend gegen viele innere Parasiten. Entweder nimmt man hier eine frische Knoblauchzähe oder Knoblauchpulver und gibt dies mit in das Futter. Das Pulver kann man sehr gut in Frostfutter zugeben, die Zähe sowohl für Trocken- als auch für Frostfutter.

 

Ebenfalls ist das füttern von Dr. Bassleer's Garlic möglich, denn, wie der Name es schon erraten lässt, ist dies mit Knoblauch versehen.

Temperatur

Das einstellen der Temperatur kann bei einigen Fällen von Vorteil ein. Hat man einen Bakteriellen Infekt, sollte die Temperatur nicht zu hoch gewählt sein, denn bei hohen Temperaturen wird die Vermehrung der Bakterien gefördert. Hier ist eine Haltung bei 20 - 23 Grad von Vorteil. Dies kann einen Infekt nicht heilen, jedoch bei der Genesung unterstützend zum Medikament helfen.

Eine Erhöhung der Temperatur kann hingegen bei vielen Parasiten helfen, denn hier werden meist nur Temperaturen bis 28 Grad vertragen. Je nach Zustand und Befall KANN eine erhöhung auf bis zu 33 °C helfen. Wichtig ist es jedoch, die Temperatur langsam zu erhöhen. Je nach Haltungstemperatur sollte man sich hier zwei bis 3 Tage Zeit nehmen.

Zu den Krankheiten

Bakterielle Infektionen

(Fotot eines Facebook Users)

Foto von Mareike Venherm

Bakterielle Glotzaugenkrankheit

Aussehen

 

Die bakterielle Glotzsaugenkrankheit zeigt dich dadurch, dass das Auge sehr anschwillt und einen milchig weißen Belag bekommt. 

 

Mögliche Gründe

 

Für eine Abkterielle Glotzaugenkrankheit kann es mehrere Gründe geben. Sie könnte aufgrund einer Verletzung aufgetreten sein, durch die sich Bakterien in der Wunde fest setzen konnten. Hier erkennt man aber in der Regel eine rote Umrandung im Auge bzw. dass gesamte Auge ist rot angelaufen. Andererseits kann es durch einen generellen bakteriellen Infekt auftreten, hier ist das Auge dann milchig weiß. Oft kommt es in Kombination mit der Bauchwassersucht, hier sind aber in dem Stadien weitere Merkmale bereits gegeben.

 

Bei der Verwendung von Co² ist es darauf zu achten, dass nicht unerkannt eine zu hohe Dosis zugeführt wird, da eine Überdosis zu Nierenproblemen und somit zu Wasserablagerungen führen kann.

Mögliche Behandlung

 

Früh erkannt, lässt sich ein Glotzauge einfach behandeln. Eine Behandlung mit Sera Bactopur / Sera Bactopur direk oder Aquarium Münster Virumor wirkt hier am besten. Da Bakterien bei waremn Temperaturen am aktivsten sind, sollte die Wassertemperatur während der Behandlung bei 20 - 23 °C Liegen

Bakterielle Bauchwassersucht

Aussehen

 

Bei einer Bakteriellen Bauchwassersucht stehen die Schuppen der Tiere am gesamten Leib ab und lässt das Tier von oben wie ein Tannenzapfen aussehen. Oft treten zusätliche Erkrankungen wie Glubschaugen, Flossenfäule, Fressunlust uvm. auf. 

 

Mögliche Ursachen

 

Ursachen können hier sehr verschieden sein. Oft ist sie auf eine mangelnde Wasserhygiene, falsche Wasserwerte (fehler im osmotischen Haushalt) oder falsche Fütterung zurück zu führen. Niere, Leber und andere Organe versagen rapide und sorgen durch den verfall für eine Wasserablagerung im Bauchraum, weshalb der ganze Leib anschwillt.

 

Mögliche Behandlung

 

Eine Heilung ist hier leider nicht möglich und das betroffene Tier sollte schnellstmöglich, fachgerecht erlöst werden.

Schuppentaschenentzündung

Aussehen

 

Bei einer Schuppentaschenentzündung stehen nur Teile der Schuppen ab. Meist im Kopf, Nacken, oder Flankenbereich. Anders als bei der Bauchwassersucht ist nicht der gesamte Fisch angeschwollen. Leicht rote Stellen sind in seltenen Fällen zu sehen.

Mögliche Ursachen

 

Durch Verletzungen können in die Bunden diverse Bakterien sitzen, welche für eine Wasserablagerung sorgen und so die Stelle angeschwollen wirken lassen.

 

Anderer Grund könnte ein Wurmbefall sein. Hier sieht man aber deutlich fehlende Schuppen und einen leicht gallertartigen Belag auf der Stelle.

 

Mögliche Behanlung

 

Eine behandlung ist möglich und wenn es früh genug erkannt wird auch sehr leicht. Hier hat sich Sera Bactopur /Sera Batopur direkt gut bewährt, ebenso Virumor von Aquarium Münster

Äußere Parasiten

Befallener Betta mit Ankerwürmern (Foto eines Facebook-Users)

Deutlicher Ankerwurm. (Foto gefunden bei Flickr.com)

Ankerwürmer (Lernaea)

Aussehen

 

Ankerwürmer sind eher seltene Parasiten bei einem Kampffisch und treten vorrangig in Gartenteichen auf. Diese kleinen Tierchen sind groß genug, um sie mit dem bloßen Auge zu erkennen. Es handelt sich dabei um gräulich wirkende Stiftchen, welche sich an Körper und Flossen der Tiere haften. Sie lösen einen Juckreitz aus, weshalb sich die betroffenen Tiere übermäßig an Gegenständen oder dem Kies scheuern. In späteren Stadien magert das Tier ab.

 

Mögliche Ursachen

Ankerwürmer kann man sich mit vielerlei Dingen anschleppen. Das einbringen von Pflanzen oder Wasser sowie Lebendfutter aus Freilandteichen sind die häufigsten Gründe. Auch lebende Wasserflöhe können Eier der Ankerwürmer übertragen.

Mögliche Behanlungen

 

Da diese Würmer dem Wirt viel Kraft nehmen, ist vorrangig eine ausgewogene Ernäöhrung wichtig. Eine Behandlung mit einem Medikament ist pflich, denn anders wird man sie nicht los. Das Aradol Plus von JBL oder Aquarium Münster Argumor hilft hier am besten und es ist wichtig, sich genaustens an die Anleitung zu halten!

Eine hohe Salzbehandlung könnte ebenfalls helfen

Typisch verklebte Flossen bei Oodinium

Oodinium / Samtkrankheit

Aussehen

 

Oodinium wird des öfteren mit Ichtyo verwechselt, obwohl es hier klare Unterschiede im Aussehen gibt. Im Gegensatz zu Ichtyo erkennt man Oodinium an vielen kleinen gelblichen Pünktchen (Zysten) auf der Haut, die wie eine Staubschicht wirkt. Im Anfangsstadium klemmen die Tiere die Flossen, welche durch den Belag verkleben. Dunkle Tiere verblassen. Ebenso scheuern sich die Tiere regelmäßig am Kies oder Gegenständen. Schon hier kann man durch ein anleuchten des Tieres einen goldenen Schimmer entdecken. Die Tiere stehen oft nur im Becken, wenn sie sich nicht scheuern und könnten beim Endstadium das Futter verweigern.

Mögliche Ursachen

 

Durch Stress oder schlechten Wasserwerten haben diese kleinen Parasiten gute Chance sich zu vermehren. Gerade nach Transporten kann es zu Oodinium kommen.

Mögliche Behandlung

 

Dieser Parasit sollte mit einem gut wirkenden Medikament im Haltungsbecken behandelt werden, damit auch die frei schwimmenden Parasiten bekämpft werden. Bitte keine Salzbehandlung! Dieser Parasit stammt ursprünglich aus dem Meerwasser, eine Salzzugabe könnte die Vermehrung des Parasiten fördern. Oodinol von JBL ist hier nahezu das beste Mittel, jedoch half bei uns auch ESHA EXIT sehr gut. 

Aquarium Münster Odimor oder Aquarium Münster Protomor sind ebenfalls wirksam.

Da dieser Parasit sehr stark die Schleimhaut verletzt, ist eine Zugabe von Seemandelbaumblätter von Vorteil, um die Schleimhaut zu schohnen.

Innere Parasiten

Kiemenwürmer

Aussehen: Je nach Art der Kiemenwürme, hängen feine helle Fäden aus den Kiemen heraus. Die Kiemen stehen meist ab und die Tiere klappen den Kiemendeckel nicht mehr an den Kopf an und atem allgemein schneller oder "angestrengter" als Normal. Auch wirken die Tiere recht schreckhaft und schießen durchs Becken. Bei weit vortgeschrittenem Stadium laufen die Kiemen blutig an, die Tiere blassen ab, werden mager und beginnen zu schaukeln.

Heulungsmöglichkeiten

 

Früh erkannt, lassen sich diese Würmer gut behandeln. Optimal sind die Medikamente Tremazid (ehemals Tremazol) von Sera sowie Argumor von Aquarium Münster.

Haarwürmer

Aussehen

 

Die Fische magern stark ab, fressen schlecht bis gar nicht, die Tiere färben sich dunkel, die Tiere zucken des öfteren oder "reiben" sich mit ihren Pectoralen, die Wirbelsäule verkrümmt sich im späteren Verlauf. Was aber schon sehr früh ein Zeichen ist: Der Kot ist weiß oder gar Gallertartig. Auch tritt oft eine Flossenfäule mit auf.

Ursachen

 

Eine geringe Anzahl an Haarwürmer trägt nahezu jeder Fisch in sich. Gesunde Tiere kommen mit diesen Problemlos zurecht. Durch Stress oder andere Krankheiten schaffen es diese Würmer allerdings recht häufig, sich massiv zu vermehren, sodass das Immunsystem der Tiere nicht mit der Bekämpfung zurecht kommt. Auch kann eine falsche Fütterung oder eine zu übertriebene Wasserhygiene schuld sein.

 

Behandlungsmöglichkeiten

 

Eine Behandlung mit Sera Nematol ist möglich und immer sehr wirksam. Auch kann man sich bei seinem ortsansässigen Tierarzt das Mittel Flubenol oder Concurat L10% besorgen.

Fräskopfwürmer

Aussehen

 

Die Fische magern stark ab, fressen schlecht bis gar nicht und wirken apathisch. Stark sichtbar sind aber vereinzelte rote Würmer, die wie kleine Fäden aus dem After hängen. Oft ist auch der Kot Geblich-Weiß verfärbt.

Behandlungsmöglichkeiten

 

Fräskopfwürmer müssen schnell behandelt werden. Wichtig ist, dass man sich genaustens an die Anleitungen hält und das Medikament mehrmals verwendet, damit auch die spät geschlüpften Würmer abgetötet werden. Hier sollte man immer auf ein Medikament zurück greifen. Dies wäre Sera Nematol, JBL Nedol oder aber auch Flubenol, die bekommt man jedoch nur vom Tierarzt. Unterstützend kann man den Tieren Knodblauch oder Dr. Bassleer's Garlic zufüttern

Weitere Problematiken

Wunden

Aussehen

 

Angefressene Flossen, Wunden am Körper wie fehlende Schuppen ect.

 

Mägliche Ursachen

 

Ansaugen von Filter, hängen bleiben an Gegenständen, Vergesellschaftung mit anderen Fischen (mit ein Grund für eine absolute Einzelhaltung), Vergesellschaftung mit (Zwerg)Krebsen oder Amanogarnelen, nach einer Verpaarung.

 

Heilungsmöglichkeiten

 

Man kann dem Heilungsprozess mit der Zugabe von Seemandelbaumblätter oder Erlensud helfen.

 

Schmelze bei einem HM Weibchen. Foto von Andrea Soleil

Foto von Klingeln Melanie (Facebook)

Flossenschmelze

Aussehen

 

Flossenschmelze äußert sich durch einen Rückgang des Flossengewebes. Der erkennbare Unterschied zwischen einer Flossenschmelze und einer Flossenfäule ist der, dass man bei der Fäule einen gut erkennbaren roten Rand der Flossen erkennen kann, der Rand einer Schmelze wirkt hingegend glatt

 

Mögliche Ursachen
Am meisten betroffen sind Halfmoon oder Rosetail, da das große Flossengewebe darauf sehr empfindlich reagiert. Mögliche Gründe können Vitaminmangel durch einseitige Fütterung sein aber auch eine mangelnde sowie auch zu hohe Wasserhygiene. Man sagt wohl auch, dass es eine erblich bedingte Sache sein könnte.

 

Heilungsmöglichkeiten

 

Es ist nicht immer gegeben, dass die Flossen wieder komplett nachwachsen. Eine ausgewogene Fütterung mit vitaminreichem Futter, die Zugabe von Voogle und/oder 21 Elemente (Söll) und ein regelmäßiger Wasserwechsel von maximal 1/3 sind hier sehr hilfreich.

Tumor auf den Schuppen

Aussehen

 

Tumore auf der Schuppenschicht ist sehr einfach zu erkennen: Es bilden sich gleine Knötchen die in verschiedenen größen und Formen auf dem gesamten Fischkörper erscheinen können

 

Mögliche Ursachen

 

Tumore sind wie auch beim Menschen unberechenbar und können rein Theoretisch bei jedem Betta aufkommen. Man sollte jedoch bedenken, dass Tiere mit dem Farbschlag Dragon am häufigsten davon betroffen sind und allgemein Tiere in Metallicfarbtönen empfänglich für Tumore sind

 

Mögliche Behandnlungen

 

Eine Behandlung in dem Sinne ist bnicht möglich, da auch Fachtierätzte einen solch kleinen Fisch nicht operieren würde. In der Regel lebt ein Betta auch mit einem Tumor gesund weiter. Man sollte hier jedoch darauf achten, dass es die Tiere in nichts einschrenken wird, sprich, dass er sich normal bewegen kann.

Züchterische Probleme

Schuppenfehler

Schuppenfehler sind daran zu erknennen, dass die Schuppen eine untypische Anordnung haben. Das heißt, dass sie verhältnissmäßig zu groß oder zu klein sind, die Schuppen verkehrtherum stehen usw. 

 

Erfahrungsgemäß vererben sich diese Schuppenfehler weiter, weshalb diese Tiere unserer Meinung nach nicht für eine weitere Zucht verwendet werden sollten.

 

Uns sind keine gesundheitlichen Probleme bekannt, selektieren aber dennoch solche Tiere strickt aus.

Curling

Unter Curling versteht man ein einrollen der Flossenstrahlen oder dem Gewebe. Hier ist man sich nicht einig, in wie weit die Gründe dieser Verformung liegt und ob dies Vererbt werden kann. Wir haben dahingehend keine Beobachtungen machen können, denn egal wie die Aufzucht abgeändert wird, die aus Auftreten oder eben nicht Auftreten von Curling ist sehr verschieden.

Foto von Bianca Haase

Alien Eye

Als Alien Eye bezeichnet man einen Überzug einer Schuppenschicht auf den Augen. Auch dies tritt hauptsächlich bei dem Farbschlag Dragon sowie auch bei Copper auf. 

 

Solche Tiere sollte man grundsätzlich aus der Zucht entfernen. Auch auf Shows werden diese Tiere disqualifiziert und können nicht weiter Teilnehmen.

Beginn eines Tumors an der Schwanzwurzel. Foto von Bianca Haase

Tumor

Tumore sind wie auch beim Menschen unberechenbar und können rein Theoretisch bei jedem Betta aufkommen. Man sollte jedoch bedenken, dass Tiere mit dem Farbschlag Dragon am häufigsten davon betroffen sind und allgemein Tiere in Metallicfarbtönen empfänglich für Tumore sind. Netroffene Tiere sollten definitiv aus der Zucht ausgeschlossen werden.

Zusammengefasst: Gute Medikamente

Krankheit

 

Medikamente

 

Fräßkopfwürmer

Sera Nematol

Flubenol (Nur vom Tierarzt!)

JBL Nedol

Haarwürmer & andere Nematoden

Sera Nematol

Flubenol (Nur vom Tierarzt!)

Concurat L10% (Nur vom Tierarzt!)

Darmflagellate Sera Flagellol
Hautwürmer

Sera Tremazid (Ehemals Tremazol)

Aquarium Münster Argumor

Kiemenwürmer

Sera Tremazid (Ehemals Tremazol)

Aquarium Münster Argumor

Ankerwürrmer

JBL Aradol

Aquarium Münster Argumor

Verpilzung

Sera Mycopur

Aquarium Münster Ektomor

Melafix

JBL Fungol

Weißpünktchenkrankheit (Ichtyo)

Sera Protazol

Sera Costapur F

Esha Exit

Aquarium Münster Faunamor

Oodinium (und andere Hauttrüber)

Aquarium Münster Odimor

Aquarium Münster Protomor

JBL Oodinol

Esha Exit

Columnaris Aquarium Münster Protomor
Geschwüre Aquarium Münster Virumor
Wunden Aquarium Münster Virumor
Bakterielle Infektionen

Aquarium Münster Virumor

Sera Baktopur

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© Jessica Stanzel // - // Hobbyzucht aus Leidenschaft // - // Aktualisiert: 28-10-2018