Futterinsekten

Die meisten Fische, so auch unsere Betta, sind vorrangig Insektenfresser. Daher empfiehlt es sich auch diese ab und an zu verfüttern. Für unsere Hochzuchten eignen sich da Drosophila oder Microheimchen besonders gut, für größere Tiere Asseln, große Grillen oder Heimchen aber auch Schaben. Wir möchten euch hier die Zucht und lange Lagerung der Futterinsekten vorstellen. 

Drosophila melanogaster - Flugunfähige Fruchtfliege

Drosophila sind aus vielerlei Hinsicht ein super Lebendfutter für unsere Betta und andere, kleinere Zierfische: Sie sind leicht in der Zucht, haben eine lange Haltbarkeit, eine ideale Futtergröße und auch der Nährwert ist akzeptabel. Zudem bietet das Fangen dieser kleinen Tierchen eine Art Beschäftigung für die Betta. Und das beste: Diese kleinen Monster fliegen euch nicht durch die Bude! 

 

Drosophila melanogaster sind nicht in der Lage zu fliegen, sie hüpfen lediglich.
Sehr positiv zeigte sich die Verfütterung der Fliegen im Wachstum der Jungtiere sowie an den prallen Bäuchen der Bettamädels, weshalb wir diese kleinen Fliegen nicht mehr missen wollen.

Und so gehts: Mische etwa 1:1 das Apfelmus mit den Haferflocken zusammen, lasse es etwa 15 Minuten ziehen und gebe eine etwa 2 cm Schicht des breis in den Becher und drücke den Futterbrei fest an den Boden. Nun gibst man etwas Stroh in den Becher, damit die kleinen Fliegen an diesem herum krabbeln können. 

Nun gibt man einige Fliegen aus einem alten Ansatz in das neue Behältnis und verschlißt den Becher mit einem Stück Gaze und dem Gummiband. 

 

Nach etwa 6 Wochen schlüpfen hier recht bald neue kleine Fliegen und man kann reichlich verfüttern. Daher empfiehlt es sich, mehr als einen Ansatz in verschiedenen Abständen zu erstellen, um immer etwas zum verfüttern zu haben. 

Kubanische Asseln

Kubanische asseln sind wunderschöne und sehr interessante kleine Geschöpfe, die nicht nur interessant als Lebendfutter sondern auch als Haustiere sind. Daher eignet es sich sehr gut, diesen Tieren ein natürliches Habitat zu errichten umd die Vermehrung, aber auch dessen natürliches Verhalten beobachten zu können.

 

In der Haltung sind kubanische Asseln sehr einfach. Wir haben uns bei der Haltung für eine SAMLA Box aus dem IKEA mit einem Fassungsvermögen von etwa 45 Liter und einem Maß von 57 x 39 x 28 cm entschieden. Wir haben ein Stück von etwa 40 x 20 cm aus dem Deckel geschnitten und in diese Lücke etwas Gaze geklebt, um den Tieren den nötigen Sauerstoff und eine gute Luftzyrkulation zu gewährleisten.

 

Als Bodensubstrat eignet sich Walderde, Rinde zum Verstecken, Moos für ein gutes Klima und das halten von Feuchtigkeit sowie viel Laub, denn Laub steht ganz oben auf deren Speiseplan. Ansonsten füttert man diesen kleinen Krabblern Obst und Gemüse sowie Fischflocken und Hundetrockenfutter als Proteinzugabe. Ganz wichtig: Mineralien und Kalk zuführen! 

 

Bei einer Temperatur von 24 - 28 Grad stellt sich schnell eine Vermehrung ein, sodass man kleine und große Asseln an verschiedene Fische verfüttern kann. Wir würden einer neu gekauften Kolonie allerding gut 3 - 4 Monate zeit zum Wachsen geben, damit sich ein ordentlicher Stamm bilden kann. Auch hier empfiehlt es sich, zwei Stämme gleichzeitig zu pflegen.

Steppengrillen & Heimchen

Heimchen und Grillen sind wohl das klassische Lebendfutter für größere Fische und Terrarienbewohner. Sie sind einfach in der Haltung und bei richtiger unterbringung langlebig, hochwertig und billig. Schon ab 1,29 € kann man ein Päckchen mit etwa 20 großen Grillen bekommen. Gerade in der Aquaristik sind diese beiden Futtertiere ideal für Channahalter und unserer Meinung nach ein Muss. 

Große Steppengrillen

Wie schon oben genannt, sind diese Tiere bei richtiger Zwischenhälterung sehr langlebig. Wir haben hier eine für uns ideale Lösung gefunden.

 

Wir setzen unsere Grillen und Heimchen in eine kleine 28 x 19 x 14 cm Box SAMLA Box aus dem Ikea mit prepariertem Deckel, füllen in dies etwas Kokosfaser oder Tiererde hinein, ein wenig Versteckmöglichkeiten und ganz wichtig: Eine Möglichkeit, Wasser anzubieten. 

Wie man hier schön sehen kann, sind die neu gekauften Tiere extrem durstig. Direkt nach dem einsetzen haben sie sich auf die Wasserschale (Ein Marmeladenglasdeckel in dem ein Schwann steckt) gestützt. 

Denkt immer daran: Dass, was ihr euren Futtertieren gebt, spiegelt sich später im Nährwert wieder. Daher ist es ratsam, vor dem verfüttern die Futtertiere zu versorgen. Das heißt, gebt ihnen ausreichend Wasser sowie Gemüse, Obst und auch proteinhaltige Nahrung wie Hundetrockenfutter und Fischflocken, ca. 2 Tage bevor ihr sie verfüttern wollt. 

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© Jessica Stanzel // - // Hobbyzucht aus Leidenschaft // - // Aktualisiert: 05-10-2018